Am Mittwoch, den 30.05.2018 feierte das Kontaktcafé der Diakonie Pirna sein 10 jähriges Jubiläum. Beim betreten des Raumes waren zahlreiche Menschen anwesend. Für mich einige bekannte, aber auch unbekannte Gesichter. Der Raum und die Kaffeetafel liebevoll gestaltet. Eine sehr angenehme Atmosphäre kam mir entgegen. Sozialarbeiter und Gründer des Projektes Herr Kwak eröffnet die Feier mit einem Rückblick und dem traditionellen "Mensch ärgere dich nicht" Spiel, welches seit Beginn immer wieder gern gespielt wird. Aber nicht nur das, sondern das Spiel spiegelt uns Menschen, die Besucher und die verschiedenen Lebenssituationen wieder.

Nach leckeren Kaffee und selbst gebackenen Kuchen möchte ich genauer wissen, wie das mit dem Kontaktcafé so läuft und wie es den Ehrenamtlichen Mitarbeitern geht. Ich unterhalte mich mit den Ehrenamtlichen, welche von Anfang an dabei sind. Ehrenamtliche Mitarbeiter: Frau Ender, Frau Kunert, Frau Sachse und Frau Sensenschmidt.

Wann hat das erste Treffen im Kontaktcafé stattgefunden?

Herr Kwak: "Am 21. Mai 2008 trafen wir uns das erste Mal mit vier Personen, ab Juni 2008 findet es regelmäßig immer Mittwoch von 14-17 Uhr, hier im Kirchgemeindezentrum Copitz statt," (01796 Pirna-Copitz, Schillerstraße 21a)

Wie vielen Personen waren es in der Anfangszeit und wie viele sind es jetzt?

Ehrenamtlichen: "Im Jahr 2008 kamen ca. 5 Personen, im Laufe der Zeit sind die die Teilnehmerzahlen sehr unterschiedlich. Von 5 bis 20 Teilnehmern kann man sprechen. Oft sind äußere Einflüsse ausschlaggebend, wie Wetter oder Krankheit. Alters- und Gesundheitsbedingt können leider einige Personen nicht mehr kommen. Manche sind auch schon verstorben. Das ist sehr schade, aber der Lauf des Lebens."

Welches Alter haben die Teilnehmer?

Ehrenamtlichen: "Zurzeit ist die jüngste Person 38 Jahre und die älteste Person 91 Jahre. Vor zehn Jahren war das jüngste Alter 44 Jahre und 75 Jahre das Älteste."

Welche Aufgaben haben Sie und die anderen Ehrenamtlichen?

Frau Sachse: "Wir decken den Tisch, kochen Kaffee, bereiten Spiele vor und zur Vorbereitung gehört auch zum Beispiel den Kaffee einkaufen.  Wir haben eine Liste gemacht wer mit Kuchen backen dran ist. Natürlich gehört das aufräumen auch dazu."

Frau Kunert: "Ich finde es wichtig einmal zu sagen, dass am Anfang immer Frau Ender einen Kuchen mitgebracht hat. Jetzt macht aber jeder einmal einen Kuchen."

Was hat sich in den letzten 10 Jahren nach Ihrer Meinung geändert?

Ehrenamtlichen: "Die Gemeinschaft ist zusammen gewachsen."

Frau Kunert und Frau Sachse Sie sind nun vom ersten Tag an dabei, was ist Ihnen und den Teilnehmern wichtig? Warum kommen sie zum Kontaktcafé?

Ehrenamtlichen: "Uns macht es Spaß zusammen zu sein und es ist uns wichtig eine Aufgabe zu haben. Es ist besser als allein zu Hause zu sitzen. Wir tauschen uns über Neuigkeiten in jeglichen Bereichen aus. Hat jemand Probleme versuchen wir diese gemeinsam zu lösen und unterstützen uns gegenseitig. Manchmal ist es schon wie eine kleine Familie geworden. Natürlich freuen wir uns immer wieder über neue Gäste und Mitstreiter. Jeder ist herzlich Willkommen."

Was haben Sie alle für Zukunftswünsche?

Ehrenamtlichen: "Wir machen weiter solange es gesundheitlich und altersmäßig geht."

Aber was sind Ihre Zukunftswünsche für das Café?

Ehrenamtlichen: "Wir sind froh, wenn das Café weiter bestehen bleibt und wir den Raum nutzen dürfen. Mehr neue Leute wären auch schön und vielleicht eine Ausfahrt an dem Mittwoch für die, die immer da sind. Sonst haben wir keine Wünsche."

Ich bedanke mich bei allen und schaue noch ein paar alte Bilder an. Besonders bewegend waren für mich die Worte einer langjährigen Ehrenamtlichen, Frau Anderson, welche durch Umzug nicht mehr zum Café kommen kann. Zitat sinngemäß: "Es ist heutzutage, in einer so schnelllebigen Zeit, beachtenswert 10 Jahre durchzuhalten.". Sie bedankt sich für die Einladung zum Jubiläum, die schöne Zeit und freut sich, dass sie ihr Bild was sie damals geschaffen hat heute wieder entdecken konnte. Sie hat ihre künstlerischen Fähigkeiten weiter entwickelt und überreicht Herrn Kwak den neuesten Kunstdruck von sich.